Studierendenanliegen PH FHNW Unterschreibe jetzt

 

Diese Petition richtet sich nur an Studierende der PH FHNW. Bitte unterschreibt sie nur mit @students.fhnw.ch-Adressen, alle anderen Unterzeichnungen werden nicht gezählt. Danke

 

Sehr geehrte PH-FHNW IVU Leitung

 

Wir, Studierende im vierten Semester IVU, wurden in letzter Zeit mit verschiedenen Punkten konfrontiert, die uns in unserer Tätigkeit als Studierende behindert oder gestört haben. Die Stimmung unter den Studierenden gegenüber dem Studium und der Institution PH wurde immer schlechter. Deshalb haben sich einige von uns entschieden, einen Anstoss zur Veränderung in eine, für die Studierenden, positive Richtung zu versuchen. Um dies auf möglichst demokratische und repräsentative Weise zu tun, haben wir uns folgendes Vorgehen ausgesucht.

Wir haben auf einem, für alle IVU-Studierenden im zweiten und vierten Semester zugänglichen, Dropbox-Account ein Dokument erstellt, in dem man seine Kritikpunkte an die Institution festhalten und anderen Kritikpunkten zustimmen konnte. Auf der Grundlage dieser Kritikpunkte wurde von einigen Studenten, die sich bereit erklärten, dieser Brief verfasst.

Die Kritik ist einerseits grundsätzlich wie auch konkret. Wir sind uns bewusst, dass gewisse Punkte schwer bis gar nicht zu ändern sind, halten es jedoch trotzdem für sinnvoll und wichtig, diese anzubringen. Zuerst werden die grundsätzlichen Kritikpunkte erläutert, danach die konkreten, die auch mit Verbesserungsvorschlägen verbunden sind.

 

 

Zeitmanagement

 

Die Zeiteinteilung im Regelstudium ist teilweise schlicht unrealistisch. Als Beispiel (wir sind uns dessen bewusst, dass es das Extrembeispiel ist) nehmen wir das vierte Semester IVU. Obwohl bereits bei den letzten 4.-Semestrigen Beschwerden eingegangen sind bezüglich der Menge an ECTS-Punkten, ist die Summe der ECTS-Punkte auch in diesem 4.Semester wieder bei 38 statt bei 30 Punkten. Dies bedeutet berechnete 1140 Arbeitsstunden, theoretisch verteilt über das ganze Semester. Nicht darin eingerechnet sind aber die Pausen während der Anwesenheitszeit wie auch die Anreisezeit nach Liestal.

Die Pausen während der Anwesenheitszeit sind im absoluten Idealstundenplan 3 Stunden pro Woche, also 39 Stunden pro Semester. Als geschätzte durchschnittliche Reisezeit für einen Weg nahmen wir eine Stunde, welche Studierende, die eine fünf Tagewoche haben, während der 13 Wochen Anwesenheitszeit, zwei mal am Tag brauchen. Somit kommen wir auf ca. 130 Stunden Reisezeit pro Semester. Bei einem idealen Stundenplan, der alle vorgeschlagenen Seminare des Regelstudiums beinhaltet und einer durchschnittlichen Reisezeit benötigt ein Student für das 4. Semester also ca. 1309 Stunden, was auf die 209 Tage verteilt und ohne die Wochenenden, Feiertage oder Ferientage miteinzubeziehen 6.26 Stunden täglich bedeutet. Geht man aber von einer, im Arbeitsleben normalen, fünf-Tagewoche aus, zieht die Feiertage ab und geht von 2 Wochen Ferien im Semester aus, kommt man auf 10.2 Stunden am Tag. Hinzu kommt, dass der angegebene Workload bei Studienleistungen und/oder Leistungsnachweisen oft ungleich höher ist als berechnet (EW System, BG, Instrumentalunterricht, etc.) und dass längst nicht alle Studierenden eine fünf-Tagewoche und einen Weg von nur einer Stunde haben.

Man muss dabei zusätzlich beachten, dass sich ein Grossteil des Stundenaufwandes stark aufs kursorische Semester konzentriert und wir während des Semesters, wenn Selbststudienaufträge (Hausaufträge) sowie Seminararbeiten zu erledigen haben, stark überlastet sind.

Aus dem provozierten Zeitmangel folgt, dass wir Studierenden in einen „Abhäkelmodus“ kommen. Aufträge wie Studienleistungen werden oft nur so ausgeführt, dass sie akzeptiert werden, eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema aber ausbleibt. Aufträge, die nicht kontrolliert werden, wie Texte lesen, werden teilweise ganz ausgelassen.

Wir wünschen uns deswegen, eine Wegleitung, die einerseits die Seminare fürs Regelstudium neu anordnet und andererseits die korrekten Prüfungen zu den richtigen Semestern (passend zum Regelstudium) auflistet.

Zudem wünschen wir uns, dass das Prinzip der freien Wahl der Module, im Bezug auf das Regelstudium und auch auf institutionsübergreifende Möglichkeiten, besser kommuniziert wird.

 

 

Diskrepanz zwischen Anspruch und Handlung der PH

 

An verschiedenen Orten wird eine grosse Diskrepanz zwischen dem Anspruch und den Handlungen sichtbar. Beispiele zu dieser Problematik sollen in diesem Abschnitt erläutert werden.

Die PH möchte einerseits eine Hochschule sein andererseits werden wir Studierenden in vielen Punkten entmündigt. Beispiel dafür ist die Anwesenheitspflicht.

Der Inhalt der Veranstaltungen widerspricht oft der Gestaltung dieser. Uns wird gesagt, wir sollen rhythmisieren und Frontalunterricht vermeiden, während unsere Dozenten es sich in dieser Hinsicht teilweise sehr einfach machen und genau diese Punkte selten beachten. Wir lernen, den Kindern kein Faktenwissen für Prüfungen zu lehren, jedoch wird für einige Leistungsnachweise durch das Vorgehen und die Inhalte das Lernen von Faktenwissen provoziert. Von uns wird verlangt, dass wir den Kindern immer wieder den Bezug zum Grossen und Ganzen vermitteln. Im Studium ist es jedoch oft so, dass es keine klaren Zusammenhänge zwischen den Modulen gibt. Auch wird immer gesagt, dass wir kritisch reflektieren müssen. Uns bleibt aber kaum Zeit in den Modulen kritisch, brennende und aufwühlende Diskussionen zu entfachen.

Allgemein fehlt uns teilweise der Praxisbezug in den Veranstaltungen, wobei dies mit laufender Dauer des Studiums besser wurde.

Auch wird uns jeweils die Kooperation gepredigt, bei Semestereinschreibungen etc. wird aber das Prinzip „Survival of the fittest“ gelebt und so die Solidarität unter den Studierenden verhindert. Nämlich werden die Zeitfenster für Anmeldung von Praktikum und Reflexionsseminar nicht so kommuniziert, dass für alle Studierende die gleichen Bedingungen zur Anmeldung vorherrschen.

Unsere Vorschläge: Die Ziele der PH als Institution sollen offengelegt werden. Dies ermöglicht den Studierenden die Beziehung zwischen Zielen und Massnahmen (in Modulen etc.) zu erkennen.

Die Anmeldefenster sollten mindestens zwei Wochen im Voraus durch die Administration kommuniziert werden. Die Anmeldefenster sollen, falls sie um 8:00 Uhr offen stehen, auch wirklich erst um 8:00 Uhr geöffnet werden.

 

 

Leistungsnachweise und Studienleistungen

 

Die Inhalte der Leistungsnachweise, vor allem der Prüfungen, wirken zum Teil sehr irrelevant. Wir bezweifeln, dass jemand, der in Fachwissenschaft Mathematik nicht glänzt, ungeeignet ist, Lehrperson zu werden- vor allem im Kindergarten oder der Unterstufe. Hinzu kommt, dass gerade bei diesem Leistungsnachweis wieder die grosse Diskrepanz zwischen den Inhalten der Seminare und den Handlungen der PH sichtbar: Im Seminar Fachwissenschaft Mathe wurde uns gepredigt, dass wir ressourcenorientiert arbeiten sollen. Wir sollen schauen, was die Schüler richtig gemacht haben, den Lösungsweg betrachten etc. Die Korrektur der Fachwissenschaftsprüfung in Mathematik verlief gerade nicht so. Wenn man 50% einer Aufgabe falsch hatte, gab es null Punkte. Durch diese Prüfungen gingen uns mehrere geschätzte Mitstudierende verloren, die definitiv das Potenzial zu guten Lehrpersonen gehabt hätten.

Bei vielen Studienleistungen und auch Leistungsnachweisen schwankt der Umfang und die zur Verfügung stehende Zeit je nach Dozierenden in einem Mass, welches nicht mehr gerecht ist. Beispielsweise geben in Fachdidaktik Sachunterricht die unterschiedlichen Dozierenden bis zu 2 Monate mehr Zeit zur Verfügung die Seminararbeit zu schreiben.

Unser Vorschlag: Die Professur-Leitung soll für Studienleistung pro „gleiches“ Modul die Studienleistung definieren. Das heisst, der Workload soll klar ersichtlich sein und auch von allen Studierenden erfüllt werden müssen. Dozenten, welche den Workload verändern, müssen ein Gesuch an die Professur-Leitung einreichen, welche dann die Studienleistung für alle Studierenden des gleichen Moduls unter Abwägung des Gesuches anpasst.

 

 

Kommunikation

 

Viele wichtige Informationen werden den Studierenden entweder (zu) kurzfristig oder gar nicht mitgeteilt bzw. zu wenig kommuniziert oder auf Zeitpunkte gelegt, welche sehr ungünstig sind. Beispielsweise die kürzlich geschehene Einschreibung für die neuen ReflexionsseminarleiterInnen, Leistungsnachweisanmeldung, Praxisplatzeinschreibung, Stundenplan, Ausfall von Veranstaltungen etc.

Es stehen zu wenige oder nicht verantwortliche Informationsquellen zur Verfügung. Mails werden weitergeleitet oder erst gar nicht beantwortet, die Kanzlei kann oft keine Auskunft geben. Der Antwortprozess dauert oft einige Wochen und muss mit grosser Eigenaktivität und Zeitaufwand stattfinden.

Als Beispiel (wieder sind wir uns bewusst, dass es das Extrembeispiel ist) nehmen wir hier die Organisation der Praxisphasen. Die Studierenden im vierten Semester haben bis jetzt vier Vorbereitungen auf Praxisphasen erlebt. Bei der ersten, der Vorbereitung auf das TP1 und P1 waren teilweise falsche Informationen über Praxisplätze auf der Liste, was für die Betroffenen als frische, unorientierte Studierende im ersten Semester, erhebliche Unruhe und Mehraufwand bedeutete. Im Hinblick darauf, was noch kommen würde, war das harmlos.

Beim zweiten Mal, bei der Einschreibung fürs TP2 waren mehrere Praxisplätze auf der Liste, die nicht mehr existierten. Dies kam aber erst heraus, als die Studenten die betreffenden Praxislehrpersonen kontaktierten. So hatten mehrere Tandems bis kurz vor Beginn des Praktikums noch keine Ahnung, wohin sie gehen werden. Schlussendlich waren es mehrere „exotische“ Orte, wie die International School oder eine heilpädagogische Klasse, was zwar eine gute Erfahrung sein kann, aber nicht wirklich viel mit dem Studiengang zu tun hat.

Beim dritten Mal, bei der Einschreibung fürs P2 gab es ähnliche Probleme, wieder gab es zu wenig Praxisplätze und die Betroffenen warteten bis kurz vor Beginn der Praxisphase auf die Informationen. Hinzu kam beim P3, dass die Bestimmungen zwar geändert wurden, dies aber nur mangelhaft an die involvierten Personen kommuniziert wurde. So mussten einzelne Studierende ihre, in der Praxissituation eh schon mangelhaft vorhandene, Energie darauf verbrauchen, ihren Praxislehrpersonen und Reflexionsseminarleitenden (die teilweise nichts mehr mit der aktuellen Situation an der PH zu tun haben) zu beweisen, dass die Bestimmungen gewechselt haben und nicht mehr dieselben Aufträge wie früher verlangt wurden.

Nun kommt die aktuelle Vorbereitung fürs P3. Auf web.fhnw.ch sind bis jetzt (27.4), bis auf die Anleitung fürs Mentorat, noch keine Informationen zum P3 zu finden. Die  ersten, nicht sehr detaillierten Informationen zum P3 kamen erst nach der Hälfte des kursorischen Semesters, nachdem im evento monatelang stand, dass man an den Donnerstagmorgen frei habe, sodass man auf diesen Morgen andere z.T. persönliche Verpflichtungen gelegt hat - auch weil nie etwas über Hospitationen oder Reflexionsseminare kommuniziert wurde. Die Einschreibung für die Praxisplätze ist am 16. Mai, ziemlich am Ende des kursorischen Semester, was es einem nicht möglich macht, schon früh mit der Planung zu beginnen. Zudem überschneiden Reflexionsseminar und Sachunterricht sich in der Blockwoche (20.6.).

 

Wir wünschen uns, dass allgemein mehr Wert auf sorgfältige Kommunikation gelegt wird. Ausserdem wüschen wir uns, dass wir nächstes Semester, innerhalb der ersten 2 Wochen des kursorischen Semesters darüber informiert werden, welche Aufträge wir im Praktikum haben, ob und wie viele Reflexionsseminare, Hospitationen, Mentoratstermine uns erwarten und wann die Einschreibung zu den Praxisplätzen stattfinden wird.

 

 

Bearbeitungsgebühr

 

Die Bearbeitungsgebühr von 200.-, die anfällt wenn man sich im Nachhinein einschreiben will, empfinden wir als ungerecht. Vor allem bei Prüfungen ist die Ummeldung eine Sache von 10 Minuten. Wir würden es deshalb sehr schätzen, wenn die Bearbeitungsgebühr auf maximal 50.- heruntergesetzt wird oder dann ehrlicherweise als Strafgebühr bezeichnet wird. Bei diesem Punkt ist es noch wichtig zu beachten, dass wir bei diesem Aufwand kaum Zeit haben, um Geld zu verdienen.

 

 

Rückmeldungen:

Die Studierenden investieren oft viel Zeit und Mühe in Studienleistungen, erhalten dafür jedoch selten Rückmeldungen, obwohl genau diese betroffenen Studienleistungen als Übung für den Leistungsnachweis dienen sollen.

Unser Vorschlag: Die Art der Rückmeldung soll durch die Professur-Leitung an die Institutionsleitung eingegeben werden. Diese soll nach der Bestätigung innerhalb der Professur jeweils gleich gehandhabt werden. Die Art der Rückmeldung soll für Studierende einsehbar sein, sodass die Erwartungen der Studierenden gegenüber dieser realistisch sind. Bei Anpassung durch die Dozenten ist ebenfalls ein Gesuch an die Professur-Leitung zu stellen.

 

 

Übungsräume

Sowohl die 2. Als auch die 4. Semestrigen müssen für den Leistungsnachweis Musik Performances üben, die viel Zeit beanspruchen. Dafür sollten ihnen genügend Übungsmöglichkeiten (Räume und Instrumente) zur Verfügung gestellt werden. Es ist unnötig unzählige Räume abzuschliessen und den Studierenden nicht zur Benützung zur Verfügung zu stellen. Früher waren alle Räumlichkeiten offen und allen zugänglich. Auch ein Schlüssel, den man beim Sekretariat holen könnte wäre eine denkbare Lösung.

Alternativ wäre zu bedenken, dass man es wie folgt öffentlich kommunizieren könnte: Damit alle Studierenden gleichermassen die Möglichkeit haben, die Übungsräume zu nutzen, darf sich jede Gruppe nur vier Mal eintragen (wie bisher geregelt). Wenn Gruppen die Räumlichkeiten aber gerne öfters nutzen würden, können sie sich spontan in die Liste eintragen und den Schlüssel verlangen.

 

Wir möchten betonen, dass es uns nicht um eine Kritik an Personen geht, sondern einfach darum, die Bedürfnisse der Studenten zu kommunizieren. Zudem erhoffen wir uns eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und freuen uns auf ein gemeinsames Gespräch.

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fhnw, ivu, kritik, studierende

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