ricardo marcelo wants to:

FÜR DEN ERHALT UND AUSBAU VON TANZ IN KÖLN

ES REICHT! - DER TANZ IN KÖLN SOLL NACH DEM WILLEN DER STADT DIE RECHNUNG ZAHLEN

WIR WERDEN DIES NICHT SCHWEIGEND HINNEHMEN - DAS MÜSSEN WIR ENDLICH DEUTLICH MACHEN!

Wir fordern den vollständigen Erhalt des Budgets für die internationalen Tanzgastspiele an
Schauspiel Köln und Opernhaus Köln.

Wir fordern den stufenweisen Aufbau der Sparte Tanz in Köln, so wie es der Tanzentwicklungsplan
Köln* als Leitlinie für die kommenden zwölf Jahre vorgibt.

Wir fordern Politik und Verwaltung auf, ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft unserer
Gesellschaft gerecht zu werden: Es ist an der Zeit, eine gesamtökonomische Sicht zu entwickeln, die
die Parameter von nachhaltigen Erträgen für eine Gesellschaft neu definiert . Tanz- und
Bewegungskunst in ihren vielfältigen Darstellungsformen geben keine vorgefertigten Antworten auf die
Fragen der Zeit, aber sie können Menschen befähigen kreative und außergewöhnliche Lösungen für die
Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu finden.

* HYPERLINK "http://www.tanzkoeln.de/www.tanzkoeln.com/downloads.html"
http://www.tanzkoeln.de/www.tanzkoeln.com/downloads.html

WIR BITTEN EUCH DARUM, EIN ZEICHEN ZU SETZEN - WIR BITTEN EUCH UM DIE UNTERZEICHNUNG DIESER
PETITION!

Hintergrund ist die Streichung von 300.000 Euro für den Tanz in Köln:

Sondernewsletter vom 9.5.2012 des nrw landesbuero tanz

Erfolgreiche Tanzgastspiele an den Städtischen
Bühnen Köln sollen drastisch gekürzt werden
Ein Gastbeitrag von Kajo Nelles

Mit der Dringlichkeitsentscheidung vom 24. April 2012 korrigierte die Stadt Köln das Budget der
Städtischen Bühnen Köln aufgrund von Kostensteigerungen und Mehrausgaben in den Bereichen Oper und
Schauspiel von dem ursprünglichen Budgetansatz in Höhe von ca. 49 Mill. Euro auf 52 Mill. Euro. Eine
Steigerung von 3
Mill. Euro, die unter anderem durch den Ausgleich von Tariferhöhungen und die Mehrkosten durch die
im Jahr zuvor erfolgte Auflösung der Rücklagen zustande kommt. Die Kostensteigerung betrifft den
Tanzbereich mit keinem Euro.
Zeitgleich mit der Erhöhung des Zuschusses für die Städtischen Bühnen sollen jedoch auch
Einsparungen in Höhe von 1 Mill. Euro erfolgen. In der Dringlichkeitsentscheidung wird nun
festgelegt, dass die Oper mit einem Gesamtbudget von ca. 32 Mill. Euro Einsparungen in Höhe von ca.
440.000 Euro vornehmen soll, das Schauspiel soll von
seinen ca. 19 Mill. Euro ca. 260.000 Euro einsparen und der Tanzbereich mit einem Budget von 1 Mill.
Euro für Tanzgastspiele soll um 300.000 Euro gekürzt werden. Damit ist der prozentuale
Kürzungsanteil der Oper 1,37 %, der des Schauspiels 1,37% und der des Tanzbereichs 30%!
Mit dem Tanzbudget von 1 Mill. Euro wurden in der Spielzeit 2010/2011 Einnahmen in Höhe von rund
290.000 Euro erzielt. Die Gesamteinnahmen fließen anteilig in das Gesamtbudget der Oper und des
Schauspiels zur Bereitstellung von Bühne und Technik zu. Anstatt von diesen Gastspieleinnahmen auch
die tanzspezifischen Kosten des Hauses zu begleichen, werden diese Kosten in Höhe von ca. 90.000
Euro vom Tanzbudget
getragen.
Damit stehen, großzügig gerechnet, für die Tanzgastspiele noch ca. 900.000 Euro zur
Verfügung. Abzüglich des Sparanteils von 300.000 Euro sind das dann noch 600.000 Euro, die für
Tanzgastspiele verausgabt werden können. Die Kürzung wirkt sich also hier voll auf die künstlerische
Arbeit aus, umso mehr da die meisten Gastspiele für die nächste Spielzeit schon gebucht sind. Die
Sparziele müssen dann wohl auf die übernächste Spielzeit ausgedehnt werden. Dies hat zur Folge, dass
dann nur noch ca. 300.000 Euro für Tanzgastspiele (zzgl. ca. 100.000 Euro für die Overheadkosten
Tanz) zur Verfügung stehen werden. Somit kann erwartet werden, dass sich das Tanzpublikum in der
übernächsten Spielzeit mit ca. 6 Gastspielen (anstelle von ca. 18 Gastspielen in der laufenden
Saison) begnügen muss. Natürlich ist es für die Verwaltungen von Stadt
und Bühnen einfacher, dort etwas zu holen, wo sich niemand wehrt, da es keine Tanzintendanz am Hause
gibt. Es ist auch einfacher 2/3 der Tanzgastspiele zu streichen, als grundsätzlich an die Struktur
der Häuser heranzugehen. Köln agiert, was den Tanz angeht, weiter nach der Devise: „Ist der Ruf
schon ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!“

Oder gibt es doch noch in Politik und Verwaltung eine Lobby für den Tanz der Domstadt?


Und: Wie Tanz auch Visionen transportieren kann, zeigt sich auf der 2. Kölner Tanzkonferenz am 2.
Juni 2012 im MediaPark Köln.

gezeichnet

nrw landesbuero tanz und tanZbuerokoeln